Etliche Funde aus der Vergangenheit belegen, dass der Odenwald und die Bergstraße schon in frühgeschichtlicher Zeit besiedelt waren. Einer der ersten Bewohner dieser Region, er lebte vor über 600.000 Jahren im Neckar-Odenwald, war der Homo Heidelbergensis. Seinen Schädel entdeckte man beim Städtchen Mauer in der Nähe von Heidelberg. Der Homo Heidelbergensis gilt als der älteste Mitteleuropäer.
An vielen Orten im Odenwald sind noch die Einflüsse der Römer sichtbar, die zwei Jahrhunderte die Region besetzt hatten und die dort ansässigen Kelten vertrieben. Der Limes, einer der größten historischen Verteidigungswälle, verlief durch den östlichen Odenwald - die Überreste ehemaliger Kastelle und Wachtürme sind noch heute an zahlreichen Orten zu besichtigen.
Vermutlich ab dem Jahre 98 n. Chr. ließ Kaiser Trajan die Grenze des Römischen Reiches auf der Linie Obernburg - Bad Wimpfen durch den Neckar-Odenwald-Limes markieren und sichern. Auf den folgenden Seiten gewährt Ihnen Thomas Müller einen faszinierenden Einblick in das Leben und Wirken der Römer in dieser Region ... bitte hier entlang!
Der 'Karre Franz' war einer der letzten großen Wilderer im Odenwald. In den Wäldern zwischen Main und Neckar trieb er sein Unwesen und konnte lange Zeit von der Obrigkeit nicht gefaßt werden. Der 'Karre Franz' war eigentlich Köhler - sein Spitzname rührte daher, dass er regelmäßig mit seiner Karre nach Frankfurt zog und dort seine Holzkohle verkaufte. Auf dem Rückweg in den Odenwald ging er meistens auf verbotene Jagd und transportierte das erlegte Wild in der nun leeren Karre. Im Jahr 1900 wurde er gefaßt und zu 18 Jahren Zuchthaus in Erbach verurteilt. Zwei Jahre vor Ablauf der Strafe durfte er das Gefängnis verlassen, führte anschließend ein bürgerliches Leben, heiratete noch zweimal und starb schließlich um das Jahr 1925.