Die Siegfriedstraße verläuft wie die Nibelungenstraße von Worms nach Wertheim, allerdings auf einer südlicheren Route (Karte).
Heppenheim an der Bergstraße ist die erste Station auf der hier beschriebenen Teilstrecke der Siegfriedstraße. Gebirgstiere aus 5 Erdteilen sind im Bergtierpark von Erlenbach bei Fürth zu bestaunen.
Der sich anschließende Abstecher nach Hammelbach gehört nicht zur Siegfriedstraße, ist aber eventuell für Motorrad-Liebhaber und/oder heiratswillige MotoBiker von Interesse. Neben dem Besuch des Motorradmuseums besteht nämlich noch die Möglichkeit im angegliederten Standesamt den Hafen der Ehe im Rahmen einer "Biker-Hochzeit" anzusteuern.
Siegfried soll im Odenwald, so erzählt uns der unbekannte Dichter des Nibelungenliedes, durch den Speer des Hagen von Tronje getötet worden sein. Die Gemeinden Grasellenbach und Hüttenthal beanspruchen beide für sich, Ort dieses Geschehens gewesen zu sein. In Grasellenbach erinnert der Siegfriedbrunnen an die heimtückische Tat Hagens, in Hüttenthal ist es der Lindelbrunnen.
Der Marbach-Stausee, ein Hochwasser-Rückhaltebecken am Unterlauf der Marbach, ist mit der größten Wasserfläche des Odenwaldes bei schönem Wetter der ideale Platz zum Sonnen, Segeln, Surfen und Paddeln. Der Parkplatz am Stausee ist übrigens einer der bekanntesten Motorradfahrer-Treffpunkte im Odenwald. Um den See führt ein drei Kilometer langer Wanderweg, so daß auch Spaziergänger auf ihre Kosten kommen.
Auf der Fahrt vom Marbach-Stausee nach Hetzbach erblicken Sie linker Hand das beeindruckende Himbächl-Viadukt. Mit 250 Metern Länge und 40 Metern Höhe gehört es zu den bedeutensten Bauwerken der Odenwaldbahn. Erbaut wurde das Viadukt in den Jahren 1880/1882.
Nächste Station ist Beerfelden, die "Stadt am Berge". Hier entspringt die Mümling, deren Quelle vom sehenswerten 12-Röhrenbrunnen eingefaßt ist. Das Museum der Oberzent zeigt geschichtliche Zeugnisse der Region und ihrer Bürger und der alljährlich stattfindende Pferdemarkt ist Publikumsmagnet im Juli. Außerhalb Beerfeldens wird es gruselig. Hier steht der besterhaltenste und größte Galgen Deutschlands, errichtet im Jahre 1597. Die letzte Hinrichtung fand laut Überlieferung im Jahre 1804 statt.
Von Hetzbach führt kurvenreich eine ehemalige Bergrennstrecke über den Krähberg nach Hesseneck. Vielleicht ist ein erfrischendes Bad im - zugegeben kalten - Wasser des Eutersees etwas für Sie?
Südlich von Amorbach liegt versteckt eine der malerischsten Burgruinen des Odenwaldes, die Wildenburg. Auf ihr soll Wolfram von Eschenbach Teile seines "Parzival" geschrieben haben. Die Barockstadt Amorbach beeindruckt vorallem durch die einmalige Rokoko-Innenausstattung der Abteikirche. Die Orgel (Stummorgel) der Kirche zählt zu den größten in Europa. Weitere Highlights Amorbachs sind der Grüne Saal (Festsaal), die Bibliothek und das Templerhaus aus dem Jahre 1291, eines der ältesten Fachwerkhäuser Deutschlands.
Eine konstante Temperatur von 11 Grad plus erwartet Sie danach in der 600 Meter langen Tropfsteinhöhle von Eberstadt bei Buchen. Die Höhle wurde 1971 entdeckt und ist im Rahmen einer etwa einstündigen Führung zu besichtigen.
Die Wallfahrt "zum heiligen Blut" hat das Stadtchen Walldürn weit über die Grenzen des Odenwaldes hinaus bekannt gemacht. Alljährlich zieht es zehntausende Pilger zum Heilig-Blut-Altar in der Basilika. Auslöser der Wallfahrt war ein Missgeschick des Priesters Heinrich Otto. Weitere Einzelheiten erfahren Sie auf den Internetseiten von Walldürn.
Bei Hardheim verläßt die Siegfriedstraße den Odenwald. Über Tauberbischofsheim erreichen Sie den Endpunkt der Route in Wertheim am Main.

Die barocke Mariensäule aus dem Jahre 1754 ist ein Wahrzeichen der Stadt Buchen.