Bild: Ralph-Thomas Kühnle / pixelio.de

Bekannt als sanftes deutsches Mittelgebirge erstreckt sich der Odenwald über Teile von Baden-Württemberg, Unterfranken und Südhessen. Bekannte Städte, die im Odenwald als Ausgangs- oder Endpunkt für eine lange Wanderung genutzt werden können, sind Heidelberg, Worms, Darmstadt oder Mannheim/Ludwigshafen. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 2.500 Quadratkilometern und wird im Westen von der bekannten Bergstraße, einer Weinstraße mit milden Temperaturen, abgegrenzt. Es finden sich sehr viele Teile des Waldes, die einem Urwald ähneln und an Germanien erinnern lassen. Somit entsteht ein besonderer Reiz, wenn sich die römischen Einflüsse mit der germanischen Leidenschaft verbinden.

Ein Streckennetz von über 10.000 Kilometern

Der Odenwald fasziniert Wanderer schon seit Jahren durch den dichten Bewuchs und die urnatürlichen Gegebenheiten. Viele kleine Dörfer mit interessanten Ruinen in der Nähe, die auf kaum einer Karte verzeichnet sind, überzeugen und sind das perfekte Motiv für Bildgrüße von der Wanderung. Ein Teil des römischen Limes ist eng an der Bergstraße zu finden, die sich von Darmstadt bis nach Nussloch zieht. Sie ist ein einfaches Wanderziel, auch wenn sie über 68 Kilometer führt. Besonders Weinliebhaber sollten hier entlang, da sich dort einige der besten Weine in Deutschland finden. Als höchste Erhebung im Odenwald kann der erloschene Vulkan Katzenbuckel bewandert werden. Er hat eine Höhe von 626 Metern und wird über den Lehrweg „Weg der Kristalle“ besser veranschaulicht. Rundwanderungen sind die beste Möglichkeit dieses urtümliche Gebiet zu erkunden. Einige Wanderungen dauern mehrere Tage an und bieten dadurch noch ein größeres Feeling. Sehr beliebt sind Wanderungen zur Wolfsschlucht mit dem Wolfsstein und der Teufelskanzel. Sie gelten als mythisch und ziehen Wanderer durch ihre unheimliche Aura an. Der Wolfsstein symbolisiert die Stelle, an der 1866 der letzte Wolf in diesem Gebiet erlegt wurde. Einen interessanten Einblick gibt es auf den Wanderwegen im mittleren Odenwald, die an bekannte Gebäude wie die Einhardbasilika oder die Russeneiche von Napoleon führt. Ein guter Ausgangspunkt im mittleren Odenwald ist Michelstadt, da von hier aus eigentlich der ganze Bereich abgedeckt wird. Es müssen keine Routen sein, die verfolgt werden. Davon gibt es aber sehr viele und sie bieten sich gut an. Dank der vielen Wege ist eine persönliche Wanderung noch spannender.